Was mich bewegt.

Was mich antreibt.

Für was ich stehe.

Was mich ermutigt.

Was mich inspiriert.

Was mich auszeichnet.

Ich tue mich immer schwer, einen Begriff für das zu finden, was ich bin oder was ich tue. Äußerlich betrachtet bin ich Schriftsteller, Philosoph, Podcaster, Verleger. In 'Wirklichkeit' sehe ich mich aber als etwas anderes, als eine Art Bewusstseins-Techniker, wobei ich letzteres: die Technik - mehr im griechischen Sinne begreife, also als tecné, was sowohl Technik als auch Kunst bezeichnet. Insofern sehe ich mich als jemanden, der sich der Kunst und Technik bedient: Bewusstsein zu gestalten. Ich ziehe dafür meine Einflüsse von überall her: aus der Philosophie, der Psychologie, den Weisheitstraditionen, aber auch solchen Bereichen wie der Systemtheorie und Komplexitätstheorie. Und auf den Punkt gebracht ist das alles, was ich anderen geben kann: Einsichten darüber, was ich gelernt habe, wie man sein eigenes Bewusstsein designen kann. Diese ethische Selbstverantwortung ist für mich grundlegend: Jeder hat das Recht und die Pflicht, sein eigenes Bewusstsein selbst zu formen. Und dies erfordert sowohl eine konkrete Bewusstseinstechnik und vor allem Lebenskunst.

Aus diesem Grund habe ich nicht viel übrig für Gurus, New Age, Esoterik und Ideologien. Sie verpflichten zur Schwäche und sind Ausdruck von Schwäche. Diese Verantwortung in Bezug auf das eigene Bewusstsein vollständig selbst zu übernehmen: als starker Mensch, als ganzer Mensch, als Held da zu stehen uns zu sagen: Ich riskiere - bei meinen Reisen in die Unterwelt, in denen ich neues Wissen suche, auch zu scheitern.

Ich bin auch deshalb überzeugt, dass man niemanden, der diese Verantwortung nicht übernimmt, erklären kann: was es heißt, sein Bewusstsein tatsächlich zu verändern, oder die Entwicklung des eigenen Bewusstseins selbst zu steuern. Vielmehr weiß ich, dass dieses Wissen nur dadurch erzeugt werden kann, indem man beginnt: selbstständig das Bewusstsein zu formen.

Ich selbst meditiere seit über 20 Jahren und verarbeite meine psychonautischen Reisen in meinen Büchern. Vor allem aber bereichert mich die Arbeit mit dem Menschen. Mein Schwerpunkt und man könnte sagen: meine grundlegende Perspektive auf das Selbst und die Welt, ist die des Willens. Ich verstehe Wille als das notwendige Komplementär zur Liebe. Ein Komplementär, dass in unserer Kultur nicht nur durch unsere Geschichte keinen allzu guten Stand hat. Doch wir brauchen diesen Willen: Diesen Thymos - wie Sloterdijk sagt, um den Bezirk unserer gewöhnlichen Erfahrung und Selbstverständnisses zu verlassen, neue Bereiche zu erschließen und den 'Drachen zu töten': der stets der Wächter für neue Erkenntnisse ist!

Meinem Verständnis nach kann sich dieser Wille selbst entwickeln. Wie auch die Liebe, die immer umfassender werden kann, unterliegt auch er einem evolutionären Drift. Diese Entwicklung des Willens zu nutzen und zu fördern ist ein wesentlicher Teil unserer ganzheitlichen Weiterentwicklung. Denn Wille heißt immer: Wer sind wir, wo wollen wir hin und wie genau kommen wir dorthin; dies ist eines der grundlegendsten menschlichen 'Verhaltensprogramme'. Ich scheue insofern vor jeder Form von Ideologie zurück und finde das Fundament meiner Arbeit in einer der grundlegendsten Konstanten unserer Existenz selbst: Der Evolution. Zu lernen, diese Prinzipien der Evolution anzuwenden, ist dann von dem, was ich Daimono-Technik nenne, nicht zu unterscheiden.

Deshalb bin ich auch Pragmatiker durch und durch. Erzählen kann man schließlich viel. Wirklichen Aufschluss über die Motivation oder den Willen bekommt man nur, wenn man sich die Taten, die Handlungen von sich selbst oder jemand anderem anschaut. Obwohl ich schon früh in meiner Kindheit ekstatische, spirituelle oder man könnte auch sagen schamanische Erfahrungen hatte, versuche ich stets, solche Phänomene in einer klaren Sprache und mit einem nüchternen Auge zu untersuchen. Mir ist es wichtig zu sehen, was solche Ereignisse oder Phänomene bewirken. Eine schamanische Erfahrung, die das Verhalten nicht ändert, ist in meinen Augen nutzlos, so schön sie gewesen sein mag.

Ich weiß auch nicht, warum mich dies alles interessiert. In jedem Fall ist es ein spannender Pfad, dies herauszufinden ...

 


Was bewegt Sie?

Was treibt Sie an? 

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