Was ist Liebe?

314Seiten, ISBN: 3933321581, € 17,95

Klappentext:

Die Frage, Was ist Liebe? , ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen, die es überhaupt gibt. Sie bestimmt nicht nur unsere Selbstauffassung also wie wir zu uns selbst stehen, ob und wie wir uns selbst lieben sondern natürlich auch, wie wir mit anderen Menschen und anderen Lebewesen umgehen, aber auch mit der Welt per se. Je nach dem, wie ein jeder Mensch die Frage nach der Natur der Liebe für sich selbst beantwortet sei es explizit, indem man darüber sinniert oder spricht, oder implizit, indem er irgendwelche kulturell überlieferten Konzepte der Liebe übernimmt entscheidet er sich somit auch für eine Haltung der Welt und sich selbst gegenüber: Das bin ich, so liebe ich und so beziehe ich mich auf andere.

Liebe ist nicht umsonst eines der großen Themen oder Angelegenheiten der Menschheit. In unserem philosophischen Bestreben, eine Antwort darauf zu finden, drückt sich der Kern unserer Existenz aus. Wir besingen die Liebe mit jedem Song, der im Radio läuft, und ein Film, in dem es nicht auch irgendwo um Liebe geht, gibt es nur selten. In unseren naturwissenschaftlichen Unternehmungen drückt sich Liebe aus, indem wir versuchen, Krankheiten und Not zu verringern und Lebensqualität zu heben, und der Kern jeder religiösen oder spirituellen Tradition besteht darin, sich der kosmischen oder göttlichen Liebe zu öffnen. Mit jedem Versuch, eine Antwort auf die Frage Was ist Liebe? zu finden, gehen wir ein Schritt auf uns selbst zu und erkennen uns ein klein wenig mehr. Hinzu kommt: Jeder Mensch, jede Kultur und jede Generation muss diese brennende Frage neu beantworten. Jeder Mensch und jede Kultur muss sich dabei neu entscheiden und eine neue Antworten finden, muss mit sich selbst ringen und sich mit anderen auseinandersetzen. In dieser Anthologie, herausgegeben von Tom Amarque und Prof. Dr. Bernd Markert, geben 13 renommierte Autoren, Philosophen, Denker und Wissenschaftler neue und tiefe Einsichten in das Phänomen Liebe.

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Was ist Liebe? aus dem Jahr 2010 ist technisch betrachtet kein eigenes Buch von mir. Ich fungiere da mit Prof. Dr. Bernd Marktert als Herausgeber und steuerte auch einen Essay bei ... nach einiger Überzeugungsarbeit von meinem Mitherausgeber.

Die Idee zu diesem Buch - ich erinnere mich genau - kam mir, während ich mit Ganya durch den Südosten Mallorcas fuhr, zwischen Santanyi und Felantix, und wir über die unterschiedlichen Perspektiven sprachen, die man zur Liebe generell einnehmen kann ... man denke nur an all die Kalenderblättchen "Liebe ist ..."

Doch nicht nur über die unterschiedlichen Perspektiven; es war klar, dass man auf jeder Entwicklungs- und Reifestufe des Geistes auch ein anderes Verständnis zur Liebe hatte, und dass sich die Liebe damit selbst auf jeder Stufe auch weiterentwickelt (wie etwa von der Psychologin Carol Gilligan beschrieben).

Plötzlich hatte ich eine klare Form vor den Augen. Ich sah ein Buch vor mir, in dem gewissermaßen Experten der Liebe ihren Standpunkt der Liebe darlegten; 10-15 Essays, die die wesentlichen Entwicklungsstufen und Perspektiven der Liebe abdecken, also eine Art integrale Anthologie über die Facetten der Liebe.

Ich betrachte mich nicht als einen Experten der Liebe, damals nicht, und auch heute nicht. Insofern zögerte ich, einen Essay beizutragen. Der Artikel, den ich schließlich schrieb - 'Wann ist Liebe?' -  ist nicht das Beste, was ich je geschrieben habe, aber man kann damit arbeiten. Ich bin dennoch froh, dass Bernd mich dazu 'genötigt' hat ...

Aber mein Essay ist auch nicht der Wichtigste. Ich sprach mit dem Vatikan, Ken Wilber, der Erich Fromm-Foundation, dem Neurobiologen Tobias Esch und vielen anderen, und sie alle steuerten etwas dazu bei, dieses fantastische Buch zu verwirklichen.