Schreiben ist für mich ein Weg zur Selbsterkenntnis, zur Explikation und Differenzierung meines Weltbildes, gleichzeitig eine Möglichkeit zur Loslösung von meinem Weltbild (wer ist schon wahnsinnig genug, sich selbst glauben zu wollen?!), ist eine Passion (ohne die mein Leben viel weniger Sinn ergeben würde), eine Zeitstrukturierung (irgendwas muss man ja tun), eine Möglichkeit, meinen Geist klar, scharf und kreativ zu halten (trotz oder wegen der gelegentlichen Flasche Rotwein), und eine schöne und immer willkommene Möglichkeit, anzugeben (ich bin wenigstens ehrlich).

Schreiben ist aber für mich eine Möglichkeit, etwas zur Kultur beizutragen.  Ich bin der Auffassung dass man eine Art Verpflichtung hat, dass Tiefste, was man sich findet, aktiv und vollkommen uneigennützig mit Kultur und Gesellschaft zu teilen, denn es ist genau das, was die Gesellschaft verändert .

Viel von dem, was ich schreibe, findet keinen Weg in meine Bücher, weil es thematisch nicht mehr passt - Bücher entwickeln sich bekanntlich, während man schreibt; man selbst natürlich auch. Wenn es mir trotzdem gefällt, poste ich es nach und nach hier im Blog. Häufig habe ich auch Ideen für Bücher, die aber nie realisiert werden, weil das Projekt zeitlich, thematisch oder sonstwie irgendwie nicht mehr passt. Ich habe einen ganzen Ordner mit fantastischen Buchtiteln, die womöglich in einem Parralleluniversum veröffentlicht wurden, Bücher mit solchen Titeln wie "Weltraum und Bewusstsein", "Evolutionäre Kommunikation", "Transzendenzerhellung" usw.