Wie wir wurden, wer wir sind

210 Seiten, ISBN: 3899013522, € 17,95

Klappentext

Es wurde schon häufig hervorgehoben, dass es ein Dilemma des modernen Menschen ist, mit Mythos und Rationalität gleichermaßen zu leben. Durch ein Verständnis der Evolution, die sich selbst bewußt wird, erlangen wir jedoch eine Stellung im Kosmos, die sinnstiftend für uns wird und für die wir selbst verantwortlich sind. Es wächst mit den evolutionären Handlungen! Wir sind Agenten der Evolution, die den psychischen Beobachter und den Willen – Big Volition – augenblicklich JETZT nutzen können. In der Konsequenz heißt das, dass die Entwicklung des Selbst nicht mehr allein darauf abzielt, als Individuum über den scheinbar endlosen Durchlauf therapeutischer Prozesse zu einem handlungsfähigen Menschen zu werden, sondern durch die Integration seiner Schattenanteile und die Anwendung seines Willens für sich selbst und in der Welt positiv zu wirken und an der Entwicklung erfolgreich teilzuhaben.

Wie wir wurden, was wir sind - und was wir werden können schrieb ich relativ zügig innerhalb des Frühjahres 2010 mit der Intention, eine Art Pop-Biografie der Evolution zu verfassen. Der Fokus lag dabei nicht nur darauf, wie sich die Idee der Evolution im Laufe der letzten Jahrhunderte selbst entwickelt hat, sondern wie sich diese Veränderungen in unseren Lebenswirklichkeiten und Selbstbeschreibungen widerspiegeln. Für uns heute ist es ganz normal von Selbst- oder Weiterentwicklung zu sprechen, doch es brauchte eine Zeit, bis sich dieses Narrativ, diese Betrachtungsweise, auch durchsetzen konnte. Es sollte vor allem ein Buch werden, das Spaß macht zu lesen und als Einführung in das Thema dient, ohne dabei alle Evolutionstheorien durchzuarbeiten.  Der Arbeitstitel (mit dem ich das Buch auch dem Verlag vorstellte) lautete schlicht "EVOLUTION!!!" Der Verlag entschied sich leider für den monströsen Titel, der auf dem Cover steht. Ich denke immer noch, EVOLUTION!!! wäre besser gewesen.

Das die es mit dem Marketing insofern etwas eigenwillig handhabten, zeigte sich auch darin, dass sie mich als "Darwin des Bewusstseins" präsentierten. Lächerlich. Darwin hatte doch keine Ahnung! Der Verlag versuchte damit, jene Strategie zu wiederholen, die Ken Wilbers erster Verlag umsetze, als sie ihn bei der Veröffentlichung vom 'Spektrum des Bewusstseins' mit Einstein verglichen; leider, muss ich sagen, hatte mein Verlag keinen Erfolg damit.

Wie dem auch sei: Das Schöne an dem Buch ist, dass ich es 'in einem Rutsch' runterschreiben konnte, und wie es häufig bei solchen Texten ist, verfügt es damit über eine Einfachheit und Schönheit, die manchen Büchern abgeht, die über Jahre hinweg immer wieder überarbeitet und erweitert werden.